Die weite Welt des Boogie-Woogie

18.12.2012

 

USTER. Die erste «Boogie Night» im Stadthofsaal vereint eine schöne Menge von internationalen Pianisten mit extrem schnellen Fingern.

 

 ANDREAS LEISI

 

Mitte November steigt die zweite Ustermer «Boogie Night», zum ersten Mal im Stadthofsaal. Der Ustermer Pianist und Organisator Chris Conz wagt nach der ersten erfolgreichen Ausgabe im letzten Jahr im Wagerenhofsaal den Sprung in den grossen Saal. «Bis heute sind 440 Plätze verkauft», so der Veranstalter, der für die Show im hinteren Bereich Raum zum Tanz lässt, weshalb nur 565 Tickets insgesamt zum Verkauf stehen.

 

Conz’ «Boogie Night» steht «International» als Attribut vor, was bereits auf das Programm hinweist. Zu den Auftretenden gehören zwei US-Amerikaner, ein Österreicher, ein Deutscher und ein Portugiese. Dazu gesellen sich inklusive dem Veranstalter Chris Conz selbst drei Schweizer dazu.

 

 

 

Verkable Rampensau

 

«Das Typische der Ustermer <Boogie Night> soll die Vielfältigkeit bei guter Qualität sein», umreisst Conz die Veranstaltung. Und so bringt jeder auftretende Piano-Künstler seinen eigenen musikalischen Charakter ein. Der Amerikaner Ricky Nye verfügt neben schnellen Fingern auch über eine sehr gute Stimme und spielt stilistisch vom Boogie-Woogie ausgehend bis in den Country und Funk hinein. Der Österreicher Christoph Steinbach ist gemäss Conz «eine veritable Rampensau und ein langmähniger Showman» und kann bezüglich Tempo als Hochgeschwindigkeitsmusiker bezeichnet werden. Der Schweizer Musiker Silvan Zingg wiederum spielt den traditionellen Boogie-Woogie, welchen er aber immer wieder spontan mit musikalischen Überraschungen würzt. Zingg kann neben seiner Tätigkeit als Organisator des renommierten Boogie-Woogie-Festivals in Lugano auch einen erstaunlichen

 

Erfolg an der Internet-Front in sein Palmares aufnehmen. Das Youtube-Video «Dancin’ The Boogie», bei dem Zingg mitspielt, wurde bereits von über 4 Millionen Besuchern gesehen. Was jedoch einschränkend gesagt werden muss: Die wahren Stars des Videos sind die Boogie-Tänzer William Mauvais und Maeva Truntzer.

 

Mit dem Deutschen Stefan Ulbricht schliesslich hat Conz auch einen jungen Newcomer der Szene eingeladen. Ulbricht ist Halter des «German Boogie Woogie Awards» in der Kategorie Nachwuchspianist, und gemäss Conz beherrscht der junge Pianist einerseits den alten Boogie-Stil bereits in erstaunlicher Art und Weise und verfügt andererseits über eine extrem prägnante «linke Hand».

 

 

 

«Boogie Night» mit Gitarrist

 

Und dann ist da neben dem Organisator Chris Conz – letztjähriger Prix-Walo-Träger – der Gast Gary Scott. «Es war mir wichtig, auch einen Nichtpianisten einzuladen», so Conz. «Gary Scott hat eine wunderbare Stimme und spielt neben Boogie-Woogie Blues, Jazz und Swing.» Den aufgezählten Solo-Pianisten steht im Hintergrund der Bassist Nuno Alexandre und der Drummer Mario von Holten «zur Verfügung». Die beiden Rhythmiker werden gemäss Conz «nach den Wünschen der Pianisten eingesetzt».

 

Im ersten Teil der «Boogie Night» präsentieren sich die Pianisten solo, der zweite Teil wird mit einer «organisierten Jamsession» eröffnet, bei der die Zusammensetzung der Musiker gemäss Conz, noch völlig offen ist. Sicher jedoch werden die Tänzer Jan & Yannyna («Jung und wild») und Swing 4 Joy («Smoothe Ustermer») mittun und all jene Zuschauer animieren, im hinteren Teil des Stadthofsaals ihren eigenen, wilden Tanzgelüsten nachzugehen.

 

• International Boogie Night» am Freitag, 16. November, ab 20 Uhr im Stadthofsaal Uster. Tickets im Internet unter www.boogienight.ch.

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